QR & NFC Anwendungsfälle
Diese Seite beschreibt die typischen Situationen, in denen Ihre Mitarbeiter mit der LiteLog-App einen QR-Code oder NFC-Chip scannen — und was die App jeweils tut.
Welche Methode für welche Situation freigegeben ist, legen Sie pro Objekt fest. Der Vergleich der Methoden steht auf Anmeldemethoden.
Warum scannen statt klicken?
Hinter den Szenarien auf dieser Seite steht ein einfaches Versprechen: Der Mitarbeiter meldet sich immer im richtigen Objekt an, mit minimalem Aufwand und einem belastbaren Vor-Ort-Nachweis. Das löst gleich mehrere Probleme der manuellen Anmeldung:
Weniger Fehler durch Mitarbeiter
- Immer das richtige Objekt: Der NFC-Chip oder QR-Code ist das Objekt — es gibt keine Liste, aus der man das falsche auswählen kann.
- Kein versehentlicher Falsch-Login: Scannt der Mitarbeiter ausnahmsweise im falschen Objekt, wechselt die App automatisch, sofern eine Berechtigung besteht (Szenario 8).
- Anmeldung wird seltener vergessen: Der Chip am Eingang ist ein physischer Anker im Tagesablauf — Mitarbeiter denken eher daran als bei einer App.
- Weniger Korrekturen für die Disposition: Falsche oder vergessene Anmeldungen sind die häufigste Ursache für Nacharbeit im Backoffice. Mit Scan-basierter Anmeldung sinkt dieser Aufwand spürbar.
Manipulationsschutz
- Physische Anwesenheit zwingend: Ein NFC-Chip lässt sich nur scannen, wenn das Smartphone weniger als 2 cm vom Chip entfernt ist. „Anmeldung von zu Hause" oder aus dem Auto fällt aus.
- Kein Buddy-Punching: Der Chip kann zwar weitergegeben werden, das Smartphone aber nicht — und das Smartphone ist persönlich gebunden.
- Kein Foto-Spoof: Statische QR-Codes lassen sich abfotografieren. Ein NFC-Chip lässt sich nicht aus der Ferne replizieren.
- Tag-Inhalt manipulationsfest: LiteLog markiert beschriebene Chips read-only — der Inhalt ist nach dem Schreiben nicht mehr änderbar.
Belastbarer Nachweis
- Vor-Ort-Beleg mit echtem Zeitstempel: Jeder Scan wird mit Originalzeit gespeichert — auch wenn das Smartphone offline war. Der Eintrag erscheint im Portal mit dem Scan-Zeitpunkt, nicht dem Upload-Zeitpunkt.
- Stark in Streitfällen: Reinigungsdienst, Sicherheitsdienst und Pflege werden regelmäßig nach belastbaren Anwesenheitsnachweisen gefragt. NFC-Logs sind hier deutlich überzeugender als Excel-Listen oder Standort-Pings.
- Lückenloser Rundgang: Bei Wachrundgängen erzwingt die App optional die Reihenfolge — abgekürzte Touren sind nicht mehr möglich.
- DSGVO-freundlich: Im Vergleich zu reiner Standort-Verfolgung speichert NFC nur den Zeitpunkt des Scans und das gescannte Objekt — keine fortlaufende Standort-Spur.
Schneller im Alltag
- Eine Sekunde statt drei Klicks: Tap auf den Chip, fertig. Keine App öffnen, kein Objekt auswählen, keine Bestätigung.
- Auf Android oft sogar ohne App-Start: Das Smartphone erkennt LiteLog-Chips im Hintergrund und öffnet automatisch die richtige Aktion.
- Funktioniert offline: Im Keller, in Funklöchern oder nachts auf einem entlegenen Gelände — der Scan wird gespeichert und später synchronisiert.
- Selbsterklärend: Wer ein Smartphone bedienen kann, kann LiteLog ohne Schulung benutzen.
Wirtschaftlich
- NFC-Chips kosten unter 1 € pro Stück, sind passiv (keine Batterie) und halten praktisch unbegrenzt.
- Weniger Backoffice-Aufwand durch saubere Daten — die Lohnabrechnung läuft störungsfreier.
- Bessere Verhandlungsposition gegenüber Auftraggebern mit belastbaren Reports (Reinigung, Sicherheit, Pflege).
:::tip Fazit Jeder Scan verhindert drei Fehlerquellen gleichzeitig: das falsche Objekt, eine ungenaue Zeit und die Frage „war der Mitarbeiter wirklich da?". Genau dafür ist der Scan-Workflow gebaut. :::
:::tip Im Hintergrund vs. aktiv scannen Auf Android erkennt die App NFC-Chips automatisch im Hintergrund — der Mitarbeiter muss die App nicht öffnen. Auf iOS ist Apples Sicherheitsmodell strenger: dort wischt der Mitarbeiter in der App nach links, um den NFC-Leser zu starten. :::
Block A — Anmeldung am Smartphone
Szenario 1 — Erstanmeldung mit QR-Code
Für wen: Neuer Mitarbeiter, dessen Smartphone noch nicht in der App eingerichtet ist. Wann nutzen: Erstanmeldung oder neues Gerät.
So läuft es ab:
- Vorgesetzter öffnet im Portal die Mitarbeiterkarte und zeigt den Login-QR an.
- Mitarbeiter installiert die LiteLog-App und tippt im Anmeldebildschirm auf „QR-Code scannen".
- Mitarbeiter richtet die Kamera auf den QR-Code.
- Die App zeigt für ein paar Sekunden „Anmeldung läuft" und öffnet danach das zuletzt genutzte Objekt — oder die Objekt-Auswahl, falls der Mitarbeiter noch keinem Objekt zugeordnet ist.
Bei Problemen:
- QR-Code abgelaufen → Vorgesetzter erzeugt im Portal einen neuen Code.
- App zeigt „Code ungültig" → Mitarbeiter scannt erneut; ein QR-Code lässt sich beliebig oft anmelden, solange er nicht widerrufen wurde.
Szenario 2 — Erstanmeldung mit NFC-Chip
Für wen: Mitarbeiter, der einen vorbereiteten NFC-Chip (z. B. einen Mitarbeiter-Anhänger) erhält. Wann nutzen: Erstanmeldung in Branchen mit ausgegebenen Chips (Sicherheitsdienst, Reinigung).
So läuft es ab:
- Mitarbeiter öffnet die App und tippt im Anmeldebildschirm auf „NFC-Chip scannen" (auf Android optional automatisch).
- Mitarbeiter hält den Chip an die Rückseite des Smartphones.
- App meldet automatisch an und zeigt das zugewiesene Objekt.
Bei Problemen:
- App reagiert nicht → 1–2 Sekunden warten, der Chip muss flach an der Rückseite des Geräts liegen.
- Auf iPhones mit Hülle den Chip näher an die Oberkante halten.
Erneute Anmeldung (Re-Login)
Nach einem Logout funktionieren beide Wege identisch zur Erstanmeldung. Die App merkt sich das zuletzt genutzte Objekt und öffnet es automatisch, sofern der Mitarbeiter dort noch zugeordnet ist.
Block B — Arbeitszeit erfassen
Szenario 3 — Arbeitszeit per QR-Code starten
Für wen: Mitarbeiter, der sich am Arbeitsort an einem laminierten QR-Aushang oder einem Kiosk-Display anmeldet. Wann nutzen: Anwesenheit an Standorten ohne ausgegebene NFC-Chips.
So läuft es ab:
- Mitarbeiter öffnet die App und tippt auf „QR-Code scannen".
- Kamera auf den QR-Code richten.
- App bestätigt die Anmeldung und zeigt die laufende Arbeitszeit.
Szenario 4 — Arbeitszeit per Button-Klick starten
Für wen: Außendienst, Service-Techniker, Außenstellen ohne Chip oder QR-Aushang. Wann nutzen: Wenn keine Vor-Ort-Bindung verlangt wird oder Standortnachweis (Geofencing) bereits aktiv ist.
So läuft es ab:
- Mitarbeiter öffnet die App.
- Tippt auf „Anmelden".
- App startet die Arbeitszeit unmittelbar.
Szenario 5 — Arbeitszeit per NFC-Chip starten
Für wen: Sicherheitsdienst, Reinigung, Hausmeister — Branchen mit fest installierten NFC-Chips am Standort. Wann nutzen: Wenn ein manipulationssicherer Vor-Ort-Nachweis verlangt wird.
So läuft es ab:
- Mitarbeiter hält das Smartphone an den NFC-Chip am Eingang.
- App meldet automatisch zur Arbeitszeit an.
Szenario 9 — Abmelden durch erneuten Scan oder Klick (Toggle)
Während eine Sitzung läuft, beendet ein erneuter Scan oder Klick die Sitzung — egal über welche Methode angemeldet wurde.
So läuft es ab:
- Mitarbeiter scannt am Ende des Diensts denselben QR-Code/Chip — oder tippt auf „Abmelden".
- App schließt die laufende Sitzung und zeigt die Gesamtdauer.
Szenario 10 — Pause und Fortsetzung per Scan
Innerhalb einer aktiven Sitzung kann eine Pause durch einen weiteren Scan eingelegt werden. Ein nächster Scan setzt die Arbeitszeit fort.
So läuft es ab:
- Während laufender Anmeldung scannt der Mitarbeiter erneut → App fragt „Pause beginnen?" und legt einen Pause-Eintrag an.
- Bei Rückkehr scannt er noch einmal → App setzt die Arbeitszeit fort.
- Die Pause erscheint im Protokoll separat und reduziert die produktive Arbeitszeit, nicht aber die Anwesenheitsdauer.
:::info Welche Methode wann? Welche der drei Methoden in welcher Branche Standard ist, finden Sie in der Branchen-Empfehlung. :::
Block C — Kontrollpunkte (Wächter-Rundgänge)
Szenario 6 — Kontrollpunkt per QR-Code
Für wen: Wächter auf einem Rundgang, in einer Branche ohne ausgegebene NFC-Chips.
So läuft es ab:
- Mitarbeiter beginnt im Portal oder in der App den Rundgang.
- An jedem Kontrollpunkt scannt er den dort angebrachten QR-Code.
- App quittiert mit einem Hinweis und führt zum nächsten Punkt.
- Am Ende des Rundgangs schließt der Mitarbeiter den Rundgang ab.
Szenario 7 — Kontrollpunkt per NFC-Chip
Für wen: Wächter in Branchen mit fest installierten NFC-Chips an den Kontrollpunkten.
So läuft es ab: Identisch zu Szenario 6, aber statt QR-Aushang hält der Mitarbeiter das Smartphone an den am Kontrollpunkt befestigten NFC-Chip.
:::tip Reihenfolge erzwingen Wenn der Rundgang mit „Reihenfolge erzwingen" konfiguriert ist, akzeptiert die App nur den nächsten in der Reihenfolge fälligen Kontrollpunkt. Ein Scan außer der Reihe wird mit einem Hinweis abgelehnt. :::
Block D — Sonderfälle
Szenario 8 — Versehentlicher Scan im falschen Objekt
Wenn ein Mitarbeiter den NFC-Chip oder QR-Code eines anderen Objekts scannt als dem aktuell aktiven, prüft die App automatisch, ob er für dieses andere Objekt freigeschaltet ist.
Wenn freigeschaltet: Die App wechselt automatisch zum richtigen Objekt und führt den Scan dort aus. Es erscheint ein kurzer Hinweis „Bitte das richtige Objekt wählen".
Wenn nicht freigeschaltet: Die App zeigt einen Hinweis, beendet die laufende Sitzung und führt zurück zur Objekt-Auswahl. Der Mitarbeiter meldet sich anschließend erneut beim ursprünglichen oder einem freigegebenen Objekt an.
Sonderfall Verwaltungs-Bildschirme: Auf Bildschirmen wie „NFC-Leser", „Kontrollpunkte verwalten" oder „Mitarbeiterausweise verwalten" ist der automatische Objekt-Wechsel deaktiviert. Dort erkennt die App den Chip nur zur Identifikation und ändert nichts.
Szenario 11 — Scannen ohne Internet (Offline-Modus)
So läuft es ab:
- Mitarbeiter scannt einen ihm bekannten Chip oder QR-Code.
- App erkennt den Chip auch ohne Verbindung, da Objekt- und Kontrollpunkt-Daten lokal vorgehalten werden.
- Anmeldung, Kontrollpunkt-Scan oder Abmeldung wird lokal gespeichert und mit dem nächsten Online-Zustand automatisch ans Portal übertragen.
- Im Portal erscheint der Eintrag mit dem Original-Zeitstempel des Scans, nicht mit dem Übertragungs-Zeitpunkt.
Voraussetzung: Der Mitarbeiter muss vorher mindestens einmal online angemeldet gewesen sein, damit die App die Objekt-Daten herunterladen konnte.
Szenario 12 — Unbekannter Chip oder Code
Wird ein Chip oder QR-Code gescannt, der weder lokal noch im Portal hinterlegt ist (z. B. ein fremder NFC-Chip oder ein abgelaufener Login-QR), zeigt die App den Hinweis „Tag nicht gefunden" und kehrt automatisch zum vorherigen Bildschirm zurück. Es passiert keine ungewollte Aktion.
Szenario 13 — Falscher Chip-Typ für die aktuelle Aufgabe
Beispiel: Mitarbeiter ist in einem Rundgang aktiv und hält versehentlich einen Arbeitszeit-Chip an das Smartphone — oder umgekehrt. Die App ignoriert den Scan in diesem Fall stillschweigend; die laufende Aufgabe wird nicht unterbrochen.
So lassen sich an einem Standort Arbeitszeit-Chips und Kontrollpunkt-Chips parallel betreiben, ohne dass sich die beiden Funktionen gegenseitig auslösen.
Block E — Chips und Karten einrichten
Szenario 14 — Neuen NFC-Chip an Objekt oder Kontrollpunkt binden
Für wen: Vorgesetzter oder Objektleiter mit der Berechtigung „Kontrollpunkte erstellen".
So läuft es ab:
- Mobile App öffnen → Tab „Admin" → „NFC-Leser" oder „Kontrollpunkte verwalten".
- „Neuer Chip" wählen, gewünschtes Objekt oder Kontrollpunkt auswählen.
- Leeren NFC-Chip an die Rückseite des Smartphones halten.
- App durchläuft zwei Phasen:
- Phase 1 — Warten: Smartphone sucht den Chip. Mitarbeiter darf das Gerät noch bewegen.
- Phase 2 — Schreiben: Sobald der Chip erkannt ist, wechselt die Anzeige auf „Bitte nicht bewegen". Während dieser Phase darf der Chip nicht aus dem Feld genommen werden.
- App quittiert das erfolgreiche Schreiben und meldet den Chip am Server an.
Bei Problemen:
- „Chip bereits vergeben" → Der Chip war schon mit einem anderen Objekt verknüpft. Bei Bedarf „Überschreiben" wählen.
- Schreibvorgang abgebrochen → Den Chip einen Moment ruhig liegen lassen und erneut versuchen.
Szenario 15 — Mitarbeiterausweis (Access-Card)
Für Hochsicherheits- oder Schichtbetrieb können einzelne Mitarbeiter mit einem persönlichen NFC-Ausweis ausgestattet werden. Beim Scannen identifiziert die App den Mitarbeiter, ohne eine Arbeitszeit oder einen Kontrollpunkt auszulösen.
Typische Anwendung:
- Schicht-Übergabe an einer Wache: ankommender Wächter scannt seinen Ausweis am Smartphone des abgehenden Wächters.
- Re-Login nach Sitzungsablauf, ohne erneut den Login-QR scannen zu müssen.
Die Verwaltung der Ausweise erfolgt unter Mobile App → Admin → Mitarbeiterausweise verwalten.
Verwandte Anleitungen
- Anmeldemethoden — Vergleich aller Methoden mit Branchen-Empfehlung
- Anwesenheitskontrolle — Übersicht
- Mobile NFC-Leser
- Kontrollpunkte verwalten (Mobile)
- Mitarbeiterausweise verwalten (Mobile)
- Mobile Zeiterfassung
- Kiosk-Anmeldung