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Geofence-Zonen

Geofence-Zonen sind selbst gezeichnete Bereiche auf der Objektkarte, die über die Position der Mitarbeiter ausgewertet werden. Betritt oder verlässt ein angemeldeter Mitarbeiter eine Zone, entsteht ein Zonen-Ereignis — auf Wunsch mit Warnung an den Mitarbeiter, Benachrichtigung über die Automatik oder automatischem Ein-/Ausstempeln.

LiteLog unterscheidet zwei Zonen-Arten, die an unterschiedlichen Stellen verwaltet werden:

Zonen-ArtWofürWo verwalten
Sperrzone (rot)Bereiche, die Mitarbeiter nicht betreten sollen: Warnung beim Betreten mit eigenem Warntext, optional ein Verweildauer-Ereignis.Objekt → Einstellungen → Abschnitt „Sperrzonen"
Zeiterfassungs-Zone (blau)Bereiche für die Zeiterfassung: automatisches Ein-/Ausstempeln und Warnung beim Verlassen.Objekt → Zeiterfassung → Abschnitt „Zeiterfassungs-Zonen"

Jede Zone gehört genau einer Art an — der Editor zeigt nur die Einstellungen seiner Art, und in jeder Liste kennzeichnet ein farbiges Badge die Zonen-Art.

Wofür ist diese Funktion?

Typische Einsatzfälle:

  • Ein Bereich des Geländes darf nicht betreten werden (Sperrzone) — der Mitarbeiter soll beim Betreten sofort gewarnt werden.
  • Verlässt jemand während der Schicht das Objektgelände, sollen Verantwortliche es erfahren.
  • Wer das Gelände verlässt, soll automatisch ausgestempelt werden.
  • Hält sich jemand ungewöhnlich lange in einem Bereich auf, soll ein Ereignis entstehen (Verweildauer).

Zonen zeichnen und bearbeiten

Ein Klick auf eine Zone (oder auf „Sperrzone anlegen" bzw. „Zeiterfassungs-Zone anlegen") öffnet den Vollbild-Editor mit großer Karte. Die Karte zeigt den Objektbereich (Stempel-Geofence aus dem Karten-Assistenten) als Kontext und die Zone in ihrer Art-Farbe. Zwei Wege, die Fläche festzulegen:

  • Zone zeichnen — klicken Sie die Eckpunkte des Bereichs nacheinander auf der Karte an. Enter schließt die Zone ab, Esc bricht das Zeichnen ab.
  • Objektbereich übernehmen — übernimmt exakt die Fläche des Objektbereichs. Praktisch, wenn das ganze Gelände als Zone dienen soll (z. B. für die Verlassen-Warnung).

Einstellungen einer Sperrzone

EinstellungWirkung
NameBezeichnung der Zone (z. B. „Sperrbereich Trafo"). Erscheint in Ereignissen und Benachrichtigungen.
Warntext beim BetretenBeim Betreten zeigt die App dem Mitarbeiter sofort einen Warnhinweis — mit dem hier hinterlegten Text. Die Betreten-Warnung ist bei Sperrzonen immer aktiv.
Verweildauer-Ereignis (Minuten)Hält sich ein Mitarbeiter länger als die eingestellte Minutenzahl am Stück in der Zone auf, entsteht ein Verweildauer-Ereignis.

Einstellungen einer Zeiterfassungs-Zone

EinstellungWirkung
NameBezeichnung der Zone (z. B. „Objektbereich", „Werksgelände"). Erscheint in Ereignissen und Benachrichtigungen.
Automatisch einstempeln beim BetretenDie App stempelt den Mitarbeiter beim Betreten der Zone automatisch ein — still, nur mit einer kurzen Bestätigung (Toast). Siehe Automatisch einstempeln.
Warnung beim VerlassenBeim Verlassen der Zone entsteht ein Ereignis und der Mitarbeiter wird gewarnt.
Automatisch ausstempelnNur wählbar, wenn die Verlassen-Warnung aktiv ist (Standard: aus). Bestätigt das System das Verlassen, wird die laufende Arbeitszeit automatisch beendet.

Im Abschnitt „Erweiterte Regeln" des Zeiterfassungs-Tabs gibt es außerdem den Komfort-Schalter „Geofence: Warnung beim Verlassen des Objektbereichs" (mit Unterschalter Automatisch ausstempeln): Damit aktivieren Sie die Verlassen-Überwachung für den Objektbereich, ohne selbst eine Zone zeichnen zu müssen — LiteLog legt die Zeiterfassungs-Zone „Objektbereich" automatisch an.

So funktioniert die Auswertung

Wichtig für realistische Erwartungen:

  • Nur während einer laufenden Schicht. Zonen werden ausschließlich für Mitarbeiter ausgewertet, die an diesem Objekt zur Zeiterfassung angemeldet sind. Außerhalb der Arbeitszeit findet keine Ortung statt. Einzige Ausnahme: Zonen mit Automatisch einstempeln prüft die App auch ohne laufende Schicht — aber nur bei aktiver App.
  • Serverseitige Erkennung mit Puffer. Das System wertet den Positionsstrom der LiteLog-App aus — mit einem Puffer von rund 40 Metern um die Zonengrenze und einer Mehrfach-Bestätigung über mehrere Positionsmeldungen. Eine Verlassen-Warnung kommt dadurch typischerweise erst nach 1–2 Minuten — das ist kein Sofort-Alarm, verhindert aber Fehlalarme durch GPS-Sprünge.
  • Sofort-Hinweise in der App. Zusätzlich zur serverseitigen Auswertung zeigt die App eigene Sofort-Hinweise: den hinterlegten Sperrzonen-Warntext beim Betreten einer Sperrzone und einen „Objektbereich verlassen?"-Hinweis beim Verlassen des Geländes.
  • Nur bei aktiver App. Die Auswertung funktioniert nur, solange die App im Vordergrund läuft und Positionen liefert. Ist der Bildschirm ausgeschaltet oder reißt der Positionsstrom ab, meldet das System „Ortung unterbrochen" — es wird dann bewusst nicht fälschlich ausgestempelt.

Automatisch einstempeln

Mit dem Zonen-Schalter „Automatisch einstempeln beim Betreten" beginnt die Arbeitszeit von selbst, sobald ein Mitarbeiter die Zone betritt — ohne Scan und ohne Dialog. Die App zeigt lediglich eine kurze Bestätigung (Toast) „Automatisch eingestempelt".

So verhält sich die Funktion:

  • Nur bei aktiver App. Der Mitarbeiter muss die LiteLog-App geöffnet haben und das Objekt ausgewählt haben; im Hintergrund oder bei ausgeschaltetem Bildschirm passiert nichts.
  • Bestätigung über mehrere Positionen. Erst zwei aufeinanderfolgende Positionsmeldungen innerhalb der Zone lösen das Einstempeln aus — ein einzelner GPS-Sprung reicht nicht.
  • Scan-Pflicht hat Vorrang. Verlangt das Objekt beim Einstempeln einen Scan (NFC, QR oder Kiosk) und ist der Start per Knopfdruck nicht erlaubt, wird still nicht eingestempelt.
  • Standort-/Beacon-Verifikation hat Vorrang. Schlägt die konfigurierte Standort-Sperre oder Beacon-Prüfung fehl, wird ebenfalls still verworfen.
  • Schutz vor Ping-Pong. Nach einem automatischen oder manuellen Ausstempeln in der Zone gilt eine Sperrfrist von einigen Minuten, bevor erneut automatisch eingestempelt wird.

:::info Datenschutz-Hinweis Für diese Funktion prüft die App die Zonen auch ohne laufende Schicht, solange sie aktiv im Vordergrund läuft und ein Objekt ausgewählt ist. Es entstehen dabei weiterhin keine Bewegungsprofile — informieren Sie Ihre Mitarbeiter dennoch transparent über die automatische Zeiterfassung. :::

Ereignisse und Benachrichtigungen

  • Betreten und Verlassen erscheinen als Zonen-Ereignisse in der Zeitleiste des Anwesenheits-Details (Detailansicht einer Arbeitszeit).
  • Benachrichtigungen richten Sie über die Automatik ein — mit den Auslösern „Objektbereich verlassen", „Sperrzone betreten" und „Ortung unterbrochen". Als Empfänger steht u. a. der betroffene Mitarbeiter selbst zur Verfügung.

Datenschutz

Gespeichert werden nur die Zonen-Ereignisse (Betreten/Verlassen/Verweildauer mit Zeitstempel) — keine Bewegungsprofile. Gibt es in Ihrem Unternehmen einen Betriebsrat, empfiehlt sich vor der Einführung eine Betriebsvereinbarung zur ortsbezogenen Auswertung.

Gut zu wissen

:::tip Hinweis

  • Zeichnen Sie Zonen nicht zu klein: Wegen der GPS-Genauigkeit empfehlen sich mindestens etwa 50 Meter Kantenlänge.
  • Die Verlassen-Warnung ist bewusst kein Sofort-Alarm — rechnen Sie mit 1–2 Minuten Verzögerung durch die Mehrfach-Bestätigung.
  • Automatisch ausstempeln ist nur zusammen mit der Verlassen-Warnung aktivierbar und ab Werk ausgeschaltet.
  • Die Zonen ersetzen nicht die Standort-Sperre beim An-/Abmelden — die konfigurieren Sie im Abschnitt Nachweis. :::

Berechtigungen

:::info Berechtigung Zonen sind technisch Kontrollpunkt-Flächen: Zum Anzeigen benötigen Sie Kontrollpunkte anzeigen, zum Anlegen/Bearbeiten/Löschen die entsprechenden Kontrollpunkte-Berechtigungen. Kontaktieren Sie Ihren Administrator, falls Sie keinen Zugang haben. :::

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